Hallo, ich bin Vio und studiere Kommunikationsdesign am bib International College in Hannover. Pünktlich nach dem dritten Semester stand bei uns ein achtwöchiges Pflichtpraktikum auf dem Programm. Die Organisation Erasmus+ hat es mir ermöglicht, dieses in Großbritannien zu absolvieren. In Wales um genau zu sein. Ein wunderschönes, kleines Land, was leider immer irgendwie vergessen wird. Oder es werden Sachen gefragt wie zum Beispiel: „Liegt Wales nicht in England?“

Voller Vorfreude, jedoch auch mit ein bisschen Nervosität kam ich also schließlich in „Nicht-England“ in einem kleinen Küstenstädtchen in der Nähe der Hauptstadt Cardiff an, und mein anfänglicher Bammel verflog auch gleich schon wieder. Nach der herzlichen Begrüßung meiner Gastmutter habe ich mich sofort wie zu Hause gefühlt. Meine Unterkunft lädt mit gemütlicher Einrichtung – getoppt von einem kuschelsüchtigen Hund – zum Wohlfühlen ein und es ist immer jemand da, weil hier auch noch andere Praktikanten aus verschiedenen Ländern wohnen.

Dann ging es auch schon los mit meinem Praktikum. Ein paar Orte weiter, noch dichter an Cardiff, in einer kleinen Grafikdesign-Agentur namens Washington Design. Hier durfte ich unter anderem an Layoutentwürfen für ein Magazin mitarbeiten, Illustrationen erstellen und meine Ideen in die Gestaltung der neuen Website der Agentur einbringen. In der Mittagspause schlenderte ich entweder mit einem Sandwich in der Hand die Strandpromenade entlang oder unterhielt mich mit meinen Kollegen. Meistens waren das tiefgründige Gespräche über Essen, und ich wurde auch nicht selten über „German Currywurst“ ausgefragt.

Nicht nur mit meinen supernetten Kollegen habe ich mich gut verstanden, sondern auch mit meiner Gastfamilie und den anderen Praktikanten aus aller Welt. Es gab immer etwas zum Plaudern und zu unternehmen. So bestanden die Wochenenden zum Beispiel aus Ausflügen nach Cardiff und schönen Fleckchen in der Umgebung, seien es mittelalterliche Burgen oder sehenswerte Orte am Wasser. In der Woche bin ich nach Feierabend mit dem Hund am Strand spazieren gegangen oder habe mich mit den anderen Praktikanten in einem internationalen Café getroffen. Und nach dem wöchentlichen „Pizza-Freitag“ ging es dann immer wieder ins nächste Abenteuer.

Schließlich allerdings musste ich mich wieder auf den Heimweg nach good ol’ Germany machen. Ich freue mich zwar, wieder zu Hause zu sein, jedoch vermisse ich Wales total und werde mich immer wieder an diese schöne Erfahrung erinnern. Ich bin froh, diese Chance genutzt zu haben und kann es jedem empfehlen, ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ zu machen.

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