Mein Name ist Jennia Kuhn, ich bin 23 Jahre alt und habe die letzten zwei Jahre meine Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistentin am bib International College Hannover absolviert. Und jetzt blogge ich hier über mein Auslandsjahr in Southampton in England. Das letzte Jahr meines Bachelorstudiums werde ich nun an der Solent University studieren. Ich habe mich für die Studienrichtung Media Production entschieden, weil ich ein großes Interesse an Filmproduktionen habe und der Studiengang sehr viel Praxis beinhaltet. Am 13.09.15 begann für mich das Abenteuer: ein Jahr in Großbritannien – leben, studieren, Erfahrungen sammeln.

Die Aufregung begann schon einige Wochen, bevor mein Flug ging. Eine große Frage war, was brauche ich alles vor Ort und vor allem: Wie bekomme ich all meine Sachen nach England? Ich wusste, dass einige meiner Kommilitonen mit dem Auto anreisen würden, aber ich entschied mich dann doch lieber fürs Flugzeug. Einen großen Koffer durfte ich mitnehmen, der Rest wurde dann in Kartons per Paketdienst verschickt.

Die letzten Tage in Deutschland habe ich fast ausschließlich mit meinen Freunden und meiner Familie verbracht. Der Gedanke, dass man einige dieser Menschen vielleicht ein ganzes Jahr nicht sieht, war sehr merkwürdig. Anspannung, Vorfreude und Trauer waren in diesen Tagen meine täglichen Begleiter.

Durch den Online-Kurs der Solent University, der einen auf das Studium vorbereiten sollte, wurde die Vorfreude allerdings immer größer. Der Kurs bot die Möglichkeit, alle offenen Fragen beantwortet zu bekommen und vorab mit ein paar anderen Studenten in Kontakt zu treten.

Am 13. September verabschiedete ich mich also von meiner Familie und meinen Freunden am Flughafen. Nach einem einstündigen Flug erreichte ich London Heathrow. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Southampton. Am frühen Nachmittag erreichte ich schon Southampton. Es stellte sich als sehr hilfreich heraus, dass das bib International College im April mit uns Studenten vorab eine Reise nach Southampton absolviert hatte. In dieser Zeit hatte ich mir die verschiedenen Wohnheime für Studenten angesehen. Die Solent University betreibt selber einige Wohnheime, aber es gibt auch private Wohnheime, wie das Unilife, Liberty Living oder das Vita. Meine Entscheidung fiel auf das Vita und ich habe es bis jetzt nicht bereut.

Southampton

Die Stadt Southampton

Nachdem ich mein Studentenwohnheim erreicht hatte, fing ich erstmal an mich einzurichten, einzukaufen und mich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Ich war sehr froh, dass ich eine Woche Zeit hatte bevor die Welcoming Week beginnen sollte, so hatte ich genügend Zeit, um solche Dinge wie einen Handy-vertrag abzuschließen in Ruhe zu erledigen. Southampton ist eine Hafenstadt im Süden Englands und gehört zur Grafschaft Hampshire. Es gibt dort zwei Universitäten, die Solent University und die Southampton University. Das bedeutet, Southampton ist voll mit jungen Leuten und sehr lebendig. Es gibt viele unterschiedliche Sportmöglichkeiten und »Societies«, von den Universitäten oder auch unabhängig.

Natürlich ist auch das Nachtleben sehr lebendig. Southampton kann mit verschiedenen Pubs, Clubs und Discotheken aufwarten. Die größte Diskothek ist wohl das »Oceana«. Außerdem bietet Southampton ein Schwimmbad, zwei Einkaufszentren (das »West Quay« und »Mayflowers«), mehrere Kinos und eine schöne Einkaufsmeile mit vielen unterschiedlichen Restaurants, Pubs und Einkaufsmöglichkeiten.

Nennenswerte Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Southampton sind die Städte Winchester, Bath, Bournemouth, Brighton und natürlich London. Stonehenge ist von Southampton ebenfalls sehr leicht zu erreichen und einen Besuch wert. Weiter möchte ich noch die Isle of Wight nennen: eine kleine Insel direkt vor Southampton, die leicht mit der Fähre zu erreichen ist.

Schon in den ersten Tagen habe ich Kontakt zu anderen Studenten knüpfen können. Durch den Online-Kurs der Solent University hat sich schnell eine kleine Gruppe gebildet, mit der ich dann die Stadt erkundete. Sehr hilfreich waren auch die »Kennenlerntage« in meinem Studentenwohnheim. Bisher finde ich Southampton eine sehr interessante Stadt und ich bin sehr gespannt auf die »Welcoming Week« der Uni. Ich freue mich schon sehr, für mindestens ein Jahr in dieser Stadt leben und studieren zu dürfen. Hier im bib-Blog werde ich über meine Erfahrungen, mein Studium und die Stadt berichten.

Southampton

Meine zweite Woche in Southampton war voll mit all den Events der »Welcoming Week« an der Solent University. Die »Welcoming Week« war eine tolle Gelegenheit, den Campus etwas näher zu erforschen und die Mitstudenten kennenzulernen. In dieser Woche lernte ich die anderen Studenten kennen, die wie ich Media Production studieren würden. Schnell stellt ich fest, dass fast der komplette Kurs aus Deutschen besteht, alle von den unterschiedlichen Standorten des bib International College.

Unser Dozent hatte sich ein tolles Quiz ausgedacht, um uns den Campus und die Bücherei näher zu bringen. Wir mussten ein bestimmtes Buch in der Bücherei finden, um aus diesem Buchstaben herauszufiltern, die wir zu einem Namen zusammensetzen mussten. Wir kamen nach wenigen Minuten hinter den Namen (Ashley Williams) und dachten, wir hätten nun des Rätsels Lösung gefunden. Wir schickten die Lösung an die Telefonnummer, die uns zur Verfügung stand. Daraufhin bekamen wir dann die Aufgabe herauszufinden, wer hinter dem Namen steckt.

Während der »Welcoming Week« fand ebenfalls die »Freshers Week« statt. In dieser Woche finden fast jeden Abend Studentenpartys in den unterschiedlichen Bars, Clubs und Diskotheken statt. Die meisten Bars/Clubs schließen zwischen 12 Uhr und 1 Uhr. Die Diskotheken sind maximal bis 4 Uhr nachts geöffnet. Am Mittwoch der »Welcoming Week« fand die »Student Fair« statt. Auf dieser Messe kann man Kontakt zu den vielen Sportclubs der Uni knüpfen und sich für die »Taster Sessions« eintragen. Die Solent University bietet eine große Auswahl an Sportaktivitäten. In vielen Sportaktivitäten hat man auch die Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen, falls man das möchte.

Nach der Messehalle mit den Sportclubs und Vereinen kam eine weitere Halle, wo sich vor allem Shops, Restaurants, Diskotheken und andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung vorstellten. In den Hallen war es unglaublich laut und man wurde gerade zu überschüttet mit Rabatt- und Gutscheinen. Großartige Sache! Im Laufe der Zeit werde ich bestimmt davon berichten, was ich mit all den Gutscheinen angestellt habe. 🙂

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